Abnehmen bei Diabetes

7. Mai 2013

Wie ist das eigentlich mit dem Abnehmen bei Diabetes?

Wie bereits bekannt ist, haben Menschen mit jahrelangem Übergewicht eine starke Neigung an Diabetes, im Volksmund auch Zuckerkrankheit genannt, zu erkranken.

Warum kommt es eigentlich zu Übergewicht bei Diabetes?

Schon lange ist Diabetes mellitus keine Krankheit mehr an der nur alte Menschen leiden. Der Diabetes Typ 1 oder juveniler Diabetes ist leider zahlenmäßig auf dem Vormarsch. Diese Art von Diabetes ist immer insulinpflichtig, was bedeutet, dass der junge Patient sich meist lebenslang Insulin in Form von Injektionen verabreichen muss. Hinzu kommt die strikt einzuhaltende Diät, um Über- oder Unterzuckerungssituationen zu vermeiden. Diese Notfälle können für den Patienten sogar lebensbedrohlich sein.

Dadurch, dass der Diabetes Typ 2 zumeist durch Übergewicht hervorgerufen wird, ist hier eine Gewichtsreduktion durch eine geeignete Diät sehr von Vorteil und stellt die beste Therapieform dar. Abnehmen bei Diabetes ist deshalb so wichtig, weil damit die Krankheit in Schach gehalten werden kann. Es ist wünschenswert, dass dadurch klassische Symptome gar nicht erst auftreten und so Spätfolgen vermieden werden können.

Abnehmen bei Diabetes – Was ist zu beachten?

Wie bei allen Diäten ist auch das Abnehmen bei Diabetes eine ernstzunehmende Angelegenheit, die von dem Betroffenen viel Durchhaltevermögen abverlangt. Eine Begleitung durch einen Arzt, eine Ernährungsberaterin, oder auch einer Diätassistentin ist hier angezeigt, damit auch ein langfristiger Erfolg durch das Abnehmen bei Diabetes erzielt werden kann.

Das Hormon Insulin, welches in der Bauchspeicheldrüse erzeugt wird, bewirkt, dass Zellen von Organen die viel Energie benötigen, hier beispielsweise das Gehirn oder die Muskeln, Zucker aus dem Blut abrufen können. Dies hält den Blutzuckerspiegel in Balance. Die sogenannte Insulinresistenz führt dazu, dass die Zellen nicht mehr genügend Fett aus dem Blut aufnehmen können. Besonders das Bauchfett ist hier wichtig, weil es hochaktiv ist. So schüttet es Hormone aus, die die Insulinresistenz der Zellen unterstützen und so auf längere Sicht zu Diabetes führen könnten.

Die Folge ist, dass der Körper, um die Zellen ausreichend mit Nährstoffen zu versorgen, mehr Insulin produziert um einen Ausgleich zu schaffen. Durch das Ungleichgewicht zwischen Insulinproduktion und Abruf des Zuckers aus dem Blut, ist bei dem Betroffenen dieses empfindliche System gestört, und ein überhöhter Blutzucker wird diagnostiziert. Das Hauptproblem bei einem erhöhten Insulinspiegel ist, dass es den Fettaufbau fördert, so wird das Ganze schnell zu einer Art Teufelskreis. In diesem Stadium kann durch Prävention viel erreicht werden. Nun sollte eine Diät durch begonnen werden, damit das Defizit im Blutzuckerkreislauf schnell wieder ausgeglichen werden kann.

Hinweise

Ganz besonders wichtig ist beim Beginn jeder Diät die Ermittlung des BMI, und somit auch den tatsächlichen Kalorienbedarf des Erkrankten zu ermitteln. Auch beim Abnehmen und Diabetes muss die individuelle Lebenssituation analysiert werden. Angelehnt daran wird ein Diätplan erstellt, der eine Ausgewogenheit zwischen Kalorienbedarf- und Aufnahme als Basis darstellt. Hierbei sollte die Vollwertigkeit der Lebensmittel beachtet werden, damit diese keine “leeren” Kalorien enthalten und, unterstützt durch gezielte körperliche Bewegung, auch wieder abgebaut werden können.

Dabei ist auf ausreichenden Vitamin- und Mineraliengehalt zu achten. Zudem ist es sehr wichtig, dass der Betroffene viel kalorienarme Flüssigkeit über den Tag verteilt zu sich nimmt. Dazu eignet sich am allerbesten stilles Wasser. Dadurch wird der Stoffwechsel noch einmal vermehrt angeregt.

Beim Abnehmen sollte zur Dokumentation ein Tagebuch geführt werden, insbesondere, wenn man Diabetes hat. So kann die Diät stets dem sinkenden Gewicht angepasst und eventuell verordnete Medikamente reduziert werden. Interessant auch dazu der Artikel zu glutenfreier Diät.

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